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am 23.7.2018
Projekt fördert Gesundheitskompetenz von Jugendlichen

St. Pölten (OTS/FHSTP) - Ein fächerübergreifendes Team aus Ernährungswissenschaften, Diätologie, Physiotherapie, Sozialer Arbeit und Psychologie aus Wien und St. Pölten entwickelte in einem gemeinsamen Projekt Maßnahmen, um die Gesundheitskompetenz von Jugendlichen zu fördern, die sich nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung befinden. Entstanden sind dabei ein Lehrgang, Gesundheitstage für Jugendliche und ein Getränk als Botschafter für Gesundheitsinformationen. Ergebnisse des Projekts wurden nun veröffentlicht.

Nachteiliges Gesundheitsverhalten

Das Projekt „GAAS – Projekt zur Förderung der Gesundheitskompetenzen von Jugendlichen, die sich nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung befinden“ unter der Leitung der FH St. Pölten widmete sich Jugendlichen in solch schwierigen Situationen. „Diese Jugendlichen zählen zu sozial benachteiligten Gruppen und weisen ein nachteiliges Gesundheitsverhalten auf, weshalb ihnen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Werden Gesundheitsangebote zielgruppengerecht und unter Miteinbeziehung der Jugendlichen gestaltet, sind die Jugendlichen sehr an dem Thema Gesundheit interessiert“, erklärt Elisabeth Höld, Ernährungswissenschaftlerin an der FH St. Pölten und Leiterin des Projekts.

Flyer in Form eines Getränks

Gemeinsam mit der Universität Wien, der Mobilen Jugendarbeit Nordrand in St. Pölten sowie der Produktionsschule spacelab entwickelte der Studiengang Diätologie der FH St. Pölten im Projekt neuartige und erfolgreiche Ansätze, um Jugendliche zu unterstützen, im Alltag selbstbestimmte Entscheidungen zur Förderung ihrer Gesundheit zu treffen.

Die im Projekt durchgeführten Erhebungen zum Gesundheitsverhalten sowie die gesammelten Erfahrungen haben gezeigt, dass das Trinkverhalten von Jugendlichen oft ungünstig ist, etwa durch einen hohen Konsum von Energydrinks und Limonaden. Daher wurde gemeinsam mit Jugendlichen ein Getränk auf Teebasis als Kommunikationsmittel entwickelt, das am Etikett in jugendgerechter Sprache Informationen zu gesundem Trinkverhalten bietet.

Auswirkungen der Lebensumstände auf die Gesundheit im Jugendalter

Jugendliche im NEET-Status (Not in Education, Employment or Training bzw. nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung) zählen häufig zu sozial benachteiligten und/oder bildungsfernen Bevölkerungsgruppen und sind vermehrt von sozialer Ausgrenzung sowie gesundheitlicher Chancenungleichheit betroffen. Zu ihrem Gesundheitsverhalten existieren nur limitierte Daten und diese deuten auf ein gesundheitsabträgliches Ernährungs- und Bewegungsverhaltens hin.

Vor diesem Hintergrund wurden die im Rahmen des Projektes erhobenen Daten von in Ostösterreich lebenden Jugendlichen im NEET-Status mit jenen der SchülerInnen der WHO-Studie „Health Behaviour in School-aged Children“ (WHO-HBSC-Studie) und den österreichischen Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung verglichen und publiziert: Es zeigte sich, dass das Ernährungsverhalten von Jugendlichen im NEET-Status nachteiliger als jenes der WHO-HBSC-SchülerInnen ist. Die untersuchten Jugendlichen im NEET-Status leiden auch deutlich häufiger an Adipositas als die Jugendlichen der WHO-HBSC-Studie. Die Ergebnisse unterstreichen die problematischen Wechselwirkungen von sozioökonomischen Nachteilen und Gesundheit bereits im Jugendalter.

Gesundheitstage und Weiterbildungslehrgang

Studierende der Ernährungswissenschaften, Diätologie und Physiotherapie, SozialarbeiterInnen sowie Expertinnen und Experten haben im Projekt gemeinsam mit Jugendlichen auch Gesundheitstage an fünf Standorten in Wien und Niederösterreich gestaltet, an denen Gesundheitsthemen spielerisch vermittelt wurden.

Zudem entwickelten die FH St. Pölten und die Universität Wien einen ernährungsspezifischen Lehrgang für Personen mit psychosozialer Grundausbildung, etwa der Sozialen Arbeit und Pädagogik.
Projekt GAAS – Förderung der Gesundheitskompetenzen von Jugendlichen, die sich nicht in

Ausbildung, Arbeit oder Schulung befinden

Das Projekt wird vom Fonds Gesundes Österreich und dem Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds – Initiative „Tut gut!“ gefördert und ist Mitglied der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz. Es erhielt 2016 den ersten Preis beim Wiener Gesundheitspreis und war für den Vorsorgepreis NÖ 2016 nominiert. Koordiniert hat das Projekt die FH St. Pölten, Projektpartner waren Universität Wien, der Mobilen Jugendarbeit Nordrand in St. Pölten sowie Produktionsschule spacelab.

Weitere Infos zum Projekt und zu den Projektergebnissen: https://gaas.fhstp.ac.at

Details zu den Forschungsergebnissen sind in der Juliausgabe des Fachmagazins Ernährungsumschau erschienen: https://www.ernaehrungs-umschau.de.

Rückfragen & Kontakt:

Fachhochschule St. Pölten
Mag. Eva Schweighofer, Bakk
Marketing und Unternehmenskommunikation
M: +43/676/847 228 – 265
eva.schweighofer@fhstp.ac.at
www.fhstp.ac.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FSP0001

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180720_OTS0081/ges...
Quelle: OTS0081, 20. Juli 2018, 12:35



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