Von Seiten vieler Ärzte als auch unter Patienten bestand noch vor mehr als 10 Jahren die Meinung, dass Schmerzen in bestimmten Situationen unvermeidbar sind. Vor allem nach Operationen, Verletzungen, Unfällen, bei chronischen Erkrankungen, Abnützungen und speziell bei unheilbaren Erkrankungen, hatten sich Patienten damit abgefunden, zum Teil schwerste Schmerzen zu erleiden. Heute weiß man, unbehandelter Schmerz ist ein Stressfaktor für Körper und Seele. Nach Abklärung der Schmerzursache, ist es daher von großer Wichtigkeit, den Schmerz so rasch und so effektiv wie möglich zu behandeln.
Vor Beginn der Schmerztherapie erfolgt zunächst eine umfangreiche Erhebung der Anamnese. Im Anschluss daran findet eine genaue körperliche Untersuchung statt. Zur systematischen Anamneseerhebung wird in der Regel ein Schmerzfragebogen verwendet. Die sogenannte visuelle Analogskala hat sich zur Quantifizierung der Schmerzintensität bewährt; auf ihr wird die Schmerzintensität in Ziffern von 1 bis 10 angegeben. In abgewandelter Form ist diese auch bei Kindern anwendbar. Der Patient erhält ein Schmerztagebuch, in dem er die Schmerzintensität, Art und Dauer im Tagesverlauf dokumentiert. Nur die Führung eines Schmerztagebuches erlaubt die Beurteilung des Erfolges einer Schmerztherapie.
Der WHO ( Welt-Gesundheits-Organisation) Stufenplan sieht vor, dass die medikamentöse Therapie in 3 Stufen erfolgen sollte. Bei leichten bis mittleren Schmerzen reichen oft sogenannte "Antiphlogistika" (= schmerzlindernde, entzündungshemmende Mittel). Mittlere bis sehr starke Schmerzen bedürfen häufig des Einsatzes von stärkeren Schmerzmitteln, wie sie schwache bis starke "Opioiden" darstellen. Opioide müssen nach einem Zeitplan eingenommen werden, um ihre schmerzlindernde Wirkung optimal entfalten zu können und die Nebenwirkungen möglichst gering zu halten. Eine besondere Form der medikamentösen Therapie stellt das sogenannte "Schmerzpflaster" dar. Es gibt ein Schmerzmittel kontinuierlich über die Haut ab, ähnlich wie ein Nikotin oder Hormonpflaster.



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